Die Sammlung Prinzhorn ist ein weltweit einzigartiger Kulturschatz. In unserer Machbarkeitsstudie entwickeln wir architektonische Lösungen, die höchste konservatorische Ansprüche an ein Depot mit einer zeitgemäßen, funktionalen Planung vereinen. Wir schaffen den Raum, der dieses Erbe sicher in die Zukunft führt.
Transformation & Bewahrung : Ein neues Kapitel für das Strahleninstitut
Für die weltberühmte Sammlung Prinzhorn am Universitätsklinikum Heidelberg haben wir eine umfassende Machbarkeitsstudie entwickelt, die als Grundlage für die Beantragung wichtiger Fördermittel dient. Unser Konzept zeigt auf, wie das ehemalige, überwiegend unterirdische Strahleninstitut nachhaltig transformiert werden kann, um der Sammlung als hochmodernes Depot- und Werkstattzentrum zu dienen.
Strategische Umnutzung
Im Fokus unserer Studie stand die Symbiose aus hochsensiblen konservatorischen Anforderungen und architektonischer Aufwertung:
Intelligentes Klimakonzept: Um die extrem feuchtegefährdeten Exponate zu schützen, sieht unser Entwurf eine gezielte Bündelung klimatisierter Funktionsflächen im Untergeschoss vor – ergänzt durch eine bauphysikalisch optimierte Kalziumsilikat-Innendämmung.
Licht im Untergrund: Trotz der Tiefenlage schaffen wir Aufenthaltsqualität. Ein 2,50 m breites Oberlichtband sorgt für natürliches Tageslicht in den Arbeitsbereichen und stellt den Sichtbezug zum Außenraum her.
Effiziente Aufstockung: Durch eine Leichtbaukonstruktion in Holz wird das bestehende Eingangsgebäude um ein Geschoss erweitert. Dies spart Flächen und Kosten, da die Sanierung des Bestandsdaches entfällt.
Barrierefreie Erschließung: Unser Konzept löst die schwierige Zugänglichkeit des denkmalgeschützten Bestands durch minimalinvasive Lifteingriffe, die weder die historische Dachkonstruktion noch den Denkmalschutz beeinträchtigen.
Mit dieser Studie haben wir aufgezeigt, wie durch präzise architektonische Eingriffe ein ehemals medizinisch genutzter Spezialbau in einen lebendigen Ort für Kunst und Wissenschaft verwandelt werden kann. Wir freuen uns, durch unsere Planung den Weg für die Realisierung dieses bedeutenden Vorhabens geebnet zu haben.
Kunde Vermögen und Bau BW
Ort Heidelberg
Jahr 2025
Fläche 979 m2
Baukosten 4,5 M€
Auftrag Machbarkeitstudie
Architekten Karoline Becker in Kooperation mit Christiane Hauss